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Donnerstag, 22. August 2013

Gentechnik: Von der Nahrung ins Blut

Gene können von der Nahrung ins menschliche Blut gelangen
Eine neue Studie liefert Hinweise darauf, dass komplette Gene aus Nahrungsmitteln in die Blutbahn von Menschen gelangen können. Forscher verschiedener Universitäten aus Ungarn, den USA und Dänemark untersuchten Blutproben – und fanden darin DNA-Abschnitte, anhand derer sie zum Beispiel feststellen konnten, ob jemand Kartoffeln oder Tomaten gegessen hatte. Nun müssten auch Behörden, die für die Überprüfung von Gentechnik-Organismen zuständig sind, ihre Position überdenken, forderte die britische Organisation GM Watch. Offizielle Stellen gingen lange davon aus, das Erbgut pflanzlicher und tierischer Lebensmittel werde bei der Verdauung gänzlich aufgelöst.
Quelle: Www.keine-Gentechnik.de
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Montag, 1. Oktober 2012

Speakerstour Tödliches Soja

Vom 5. bis 19. September organisierte Save Our Seeds die Speakerstour „Tödliches Soja – die Mütter von Ituzaingó“. Zwei Wochen lang tourten Sofía Gatica und María Godoy, zwei Mütter aus Argentinien, durch ganz Europa um ihre Geschichte zu erzählen.

Sofía verlor ihre Tochter zwei Wochen nach der Geburt an Nierenmissbildung – ein Resultat des in dieser Gegend intensiv eingesetzten Herbizids Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat. Seitdem kämpft sie dagegen, dass auf Argentiniens Sojafeldern Monsanto’s Roundup mit Flugzeugen versprüht werden darf.

Dieses Jahr gewann sie den „Goldman Environmental Prize“ für ihren Einsatz. Die zwei Mütter aus Ituzaingó besuchten u.a. Deutschland, Spanien, Rumänien, Polen und Brüssel. Sie forderten die Europäischen Politiker auf, den Import von GVO Soja zu stoppen und warnte die Kommission die Roundup Ready Sojabohne von Monsanto nicht für den Anbau in Europa zuzulassen.



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Freitag, 17. August 2012

Biosprit-Lüge wissenschaftlich bewiesen

Seit Jahren kämpft das Umweltinstitut München gegen Agrarkraftstoffe. Nun spricht sich auch die Nationale Akademie der Wissenschaften in einer aktuellen Stellungnahme zur Bioenergie gegen Agrosprit und Agrargas aus (engl. Quelle).

Die Nationale Akademie der Wissenschaften hat die Aufgabe, die Politik unabhängig von wirtschaftlichen oder politischen Interessen zu beraten. In ihrer Stellungnahme zur Bioenergie betonen die Wissenschaftler, die Produktion von Agrartreibstoffen sei aufgrund der Verknappung von Nahrungsmitteln sowie der Folgen für Klima, Ökosysteme und Biodiversität nicht zu empfehlen.

In der EU solle sich die Politik dafür einsetzen, das Beimischungsziel von zehn Prozent Agrartreibstoff zu kippen. Auch Biogas solle nur aus organischen Abfällen hergestellt werden. Nur um die Biogasproduktion aus Agrarabfällen oder den fluktuierenden Energiebedarf zu stabilisieren, könnten „Energiepflanzen“ genutzt werden.

Das Umweltinstitut München fordert mit der Kampagne „Nein zur „Biosprit“-Lüge!“ seit langem die Abschaffung der Beimischungsquote.



Unterstützen Sie die Online-Aktion mit Ihrer Protestmail und bestellen Sie unser Infomaterial sowie unseren neuen Aufkleber „Essen statt E10“.

http://umweltinstitut.org/agro-kraftstoffe/allgemeines/agrosprit-info-kampagne-922.html


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Sonntag, 12. August 2012

Insektizide vergiften Gewässer

Wissenschaftler der Universität Koblenz-Landau haben Gewässer in der Nähe von Äckern untersucht und kamen dabei zu einem erschreckenden Ergebnis: Die Belastung mit giftigen Insektiziden ist bis zu 1000 Mal höher als von Herstellern und Behörden angenommen.
(Bericht: Spiegel-Online)

Erst im vergangenen Jahr hätten die Weichen für eine strengere nationale Regelung im Umgang mit Pestiziden gestellt werden können. Doch Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner ließ diese wichtige Gelegenheit ungenutzt verstreichen. Stattdessen beugte sich die „oberste Verbraucherschützerin“ wieder einmal dem Lobbydruck und stellte sich auf die Seite von Chemieindustrie und Bauernverband – gegen den Schutz der Umwelt und unserer Gesundheit.

Das Umweltinstitut fordert die so genannte Verbraucherschutzministerin auf, sich endlich auch für diese einzusetzen. Freiwillig wird die Chemieindustrie ihr „goldenes Kalb“ kaum schlachten und kein Gift mehr verkaufen. Zudem besteht der begründete Verdacht, dass sich auch viele Landwirte nicht mehr an die ohnehin laschen Vorschriften halten und tatsächlich mehr Gift spritzen, als erlaubt.

Eine konsequente Kontrolle könnte die Pestizidbelastung auf dem Acker und damit auch auf unseren Tellern deutlich minimieren. Würde die Beurteilung der Gefährlichkeit von Pestiziden nicht nur auf Industriestudien basieren, sondern auch auf Untersuchungen kritischer Wissenschaftler, gäbe es sicher weniger Gift auf dem Acker. Dass es auch sehr gut ohne Chemie und synthetische Pestizide geht, beweisen über 23.000 Bio-Betriebe in Deutschland.



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Samstag, 9. Juni 2012

Verdeckte Einflussnahme durch „Gen-Lobby“ in Deutschland

Interessenkonflikte in staatlichen Institutionen und in der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Ein neuer Bericht von Testbiotech zeigt eine systematische und teilweise verdeckte Einflussnahme der Biotech-Industrie in deutschen Behörden und Forschungseinrichtungen, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen befasst sind.

Betroffen sind das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR), die Bundesforschungsinstitute des Verbraucherministeriums (BMELV) sowie eine Senatskommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Der Bericht benennt 17 Experten, die gleichzeitig an zentralen Schaltstellen staatlicher Einrichtungen und industrienaher Organisationen sitzen. Die meisten der Experten haben falsche oder zumindest unvollständige Angaben über ihre persönlichen Interessen gemacht.

Quelle: Verdeckte Einflussnahme durch „Gen-Lobby“ in Deutschland | testbiotech
http://www.testbiotech.de/node/669

—-- c4harry

Samstag, 20. August 2011

Mit der Gesundheit bezahlen?

In sieben von acht Bons wurden bei einer Studie die Stoffe Bisphenol A oder S entdeckt. In Babyflaschen ist die Chemikalie seit März verboten.

Handelsübliche Kassenbons enthalten einer aktuellen Studie zufolge gesundheitsgefährdende Chemikalien. Untersucht wurden die Einkaufsquittungen von acht Unternehmen. Bei sieben Firmen wurden die Stoffe Bisphenol A oder S entdeckt. Dies geht aus einer am Dienstag im Auftrag des "Greenpeace Magazins“ veröffentlichten Untersuchung hervor. Unter anderem waren die Chemikalien auf Belegen von Supermarktketten sowie aus Fahrkartenautomaten nachgewiesen worden.

Betroffen sind Bons von Edeka, Galeria Kaufhof und der Deutschen Post - hier wies das testende Labor das Bisphenol A (BPA) nach. Die untersuchten Quittungen von Kaisers, Aldi Nord, Rewe sowie Automaten-Fahrkarten der Deutschen Bahn enthielten das verwandte Bisphenol S (BPS). Einzig die Kassenzettel von Lidl waren nicht mit den Stoffen belastet.

Während des Ausdrucks an der Kasse oder an Fahrkartenautomaten reagiert Bisphenol A auf den Bons zu Farbstoff. An den weißen Stellen bleibt die Chemikalie aber unverändert haften. Nach Einschätzung der EU-Lebensmittelbehörde Efsa ist eine Aufnahme von täglich 0,05 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht unbedenklich. In den positiv getesteten Kassenbons wurden die Bisphenole A und S jeweils im Milligramm-Bereich nachgewiesen.

Die umstrittenen Chemikalien können über Hautkontakt in den Organismus gelangen. Gefährlich erscheint, dass in den aus Thermodruckpapier bestehenden Kassenzetteln die Chemikalien viel höher konzentriert sind als etwa in Plastik und zudem weniger fest gebunden. Forscher fanden Indizien dafür, dass der Stoff die Reifung des Gehirns von Ungeborenen und Kleinkindern irreversibel schädigen kann. Neuere Studien bringen BPA auch mit Herzerkrankungen, Brust- und Prostatakrebs sowie Fruchtbarkeitsproblemen in Verbindung.

BPS unterscheidet sich chemisch nur geringfügig von BPA, ist aber noch wesentlich schlechter erforscht. Es wird oft als Ersatz für BPA verwendet. Das Umweltbundesamt und das Bundesinstitut für Risikobewertung halten das für falsch. Einige neuere, bislang noch unbestätigte Untersuchungen ergaben, dass BPS sogar eine stärkere östrogene Wirkung entfalten kann als BPA und vom menschlichen Körper schlechter abgebaut wird.

Bisphenol A ist seit März in Babyflaschen innerhalb der Europäischen Union verboten – auch in Deutschland.
Quelle: Greenpeace.de

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